Sieben Gründe, warum ich mein Kind auf eine Adventistische Privatschule schicke

(Dieser Artikel wurde von Elmar Walch übersetzt und ist in „The Journal of Adventist Education" im Jahr 2000 erschienen)

 

1. Die Lehrer werden mein Kind LIEBEN

Christliche Lehrer unterrichten nicht, um Geld zu verdienen. Sie ergreifen diesen Beruf, weil sie eine Leidenschaft für Kinder und Jugendliche haben. Sie möchten mit ihnen eine Bindung aufbauen und ihnen helfen, all das zu werden, was sie sein können. Sie schätzen ihre Rolle als Ersatzeltern und freuen sich auf jede Gelegenheit, die Charakterentwicklung ihrer Schüler liebevoll zu begleiten. Jedoch mehr als das: Christliche Lehrer senden die unmissverständliche Botschaft aus: „Ich versuche dich auf dieselbe Weise zu lieben, wie Gott es tut.“

So werde ich durch den Gedanken ermutigt, dass mein Kind unter dem Augenblick-zu-Augenblick Einfluss von geweihten Dienern des HERRN sein wird, welche jedes Kind als ein Kandidat für unsterblichen Ruhm sehen. Kinder nehmen dieses Signal schnell auf und reagieren darauf positiv. Dieses Markenzeichen von schulender und akzeptierender Liebe wird mein Kind freimachen, zu lernen und zu wachsen. Der wesentliche Punkt einer christlichen Schule ist, dass ich möchte, dass mein Kind im Mittelpunkt eines solchen Schauplatzes ist.

 

2. Die Bibel wird gelehrt

Jedes Jahr erhalten die Schüler Religionsunterricht von Lehrern, die sich biblischen Grundsätzen verpflichtet haben und ein gut-durchdachtes Religions-Curriculum benutzen, welches die Gesamtheit der menschlichen Geschichte und den Plan der Erlösung miteinschließt. Das Wort Gottes ist ein überragendes erzieherisches Hilfsmittel, weil der Heilige Geist durch jede seiner Seiten wirkt. Das ist eine „Gott-Mensch-Begegnung“, die mein Kind erfahren muss. Christliche Schulen pflegen nicht nur den Geist, sondern auch die Seele. Der Glaube muss genährt werden.

Im Bibelunterricht werden meine Kinder einen Einblick in den wahren Charakter Gottes erhalten – und am allerwichtigsten, sie werden Jesus begegnen, zu Ihm hingezogen werden und wünschen, ihr junges Leben ihrem ewigen Freund zu übergeben. Allein durch Gottes Wort können sie den langanhaltenden kosmischen Konflikt zwischen Gut und Böse begreifen und vernünftig entscheiden, auf welcher Seite sie stehen wollen. Der biblische Bericht der Schöpfung, der mit wahrer Wissenschaft übereinstimmt, wird meine Kinder in der Wahrheit einwurzeln und sie durch manche Versuchung und Täuschung führen. Um jeden Preis muss mein Kind dieses biblische Fundament erhalten.

 

3. Die Schüler werden in die Familie Gottes eingeführt

Ausschließlich in einer christlichen Schule werden Schüler begreifen, dass sie Glieder von drei Familien sind, ihrer Herkunftsfamilie, ihrer Gemeinde-Familie und der sich entwickelnden Familie Gottes auf Erden, welche letztendlich im Himmel zusammenleben wird. Jede dieser Familien respektieren und wertschätzen zu lernen, ist ein wichtiger Teil ihrer christlichen Erziehung. Schüler lernen, dass sie das Vorrecht haben, die gute Nachricht von Christi Evangelium weiterzutragen und so helfen, Sein geistliches Königreich auf der Erde zu vergrößern.

Ich möchte, dass meine Kinder wissen, dass die Liebe und die Gemeinschaft, welche sie in der christlichen Schule erfahren, weiterreicht und ihre lokale Gemeinde-Familie einschließt – eine Menge von Erwachsenen, die immer „für sie da“ sein werden. Junge Leute brauchen diesen Hintergrund. Und wahrlich, ich möchte, dass sie dieser wichtigen Familie beitreten, wenn sie das Alter der Entscheidung erreichen, so dass wir alle zusammen bei ihrer Taufe frohlocken können und sie in ihrer erweiterten geistlichen Familie willkommen heißen können.

Lokale Gemeinde-Missionseinsätze und Dienstprogramme schließen oft Kinder und Jugendliche mit ein und werden so zu Lehrplan-Aktivitäten dieser Bekenntnisschule. Was für ein natürlicher und praktischer Weg, um Führerschaft zu lehren, Zeugnisgeben und Dienst – indem man das praktisch tut! So wie Erwachsene und Jugendliche Seite an Seite arbeiten, wird der sogenannte Generationenkonflikt ausgemerzt. Der Reife-Effekt für die Jungen ist unschätzbar.

Von großer Wichtigkeit ist die Heim-Schule-Gemeinde-Partnerschaft, die meine Kinder in „einer Welt“ bewahrt. Viele Psychologen sind beunruhigt, dass so viele christliche Kinder und Jugendlichen in drei nicht übereinstimmenden Welten leben – Heim, Schule und Gemeinde – jede mit ihren eigenen Wertvorstellungen, Lebensstilen und Ansprüchen. Dies bewirkt oft Verwirrung, Depression und Verlust von der persönlichen Ausrichtung. Um also ihr Leben zu vereinfachen, werfen junge Leute das Heim und die Gemeinde über Bord und die medien-durchtränkte Peergroup regiert.

Wir können dies nicht mit Gewissheit als Versicherung gegen den Abfall nehmen, doch als Elternteil bin ich stark von den Vorteilen beeindruckt und ich bin willig, Opfer zu bringen, um meine Kinder in der „Herde“ zu halten. Ich glaube dass dies genau das ist, was der Prophet vorhersah, als er erklärte, dass „Alle deine Söhne werden  Jünger des Herrn sein und groß ist der Friede deiner Söhne.“ (Jes. 54:13)

 

4. Die treibende Kraft dort ist Inspiration

„Etwas Besseres“ ist das Losungswort wahrer christlicher Erziehung. Und das wird erreicht durch die Kombination von Inspiration und Information. In der christlichen Schule meiner Kinder weiß ich, dass ich auf einen vorherrschenden „Aufwind“ zählen kann – die Idealisierung von den veredelnden und aufbauenden Werten. Was wirklich wichtig in der Erziehung ist, wird oft mehr aufgefangen als gelehrt. Manche nennen dies den „heimlichen Lehrplan“. Jeder Aspekt des christlichen Schulprogramms zielt darauf ab, die höchsten Ideale des Lebens unwiderstehlich zu machen, einen christlichen Charakter zu bilden. Die Unterrichtsstunden, die Versammlungen und die Aktivitäten außerhalb des Lehrplanes – alle werden ähnlich die Kinder dazu inspirieren, ihre Ziele hoch zu setzen. Hier ist ein christlicher Lehrer ein unberechenbarer Schatz, denn in diesem kritischen Heldenverehrungs-Entwicklungsabschnitt blicken Kinder auf zu jemandem, der ihnen hilft, ihr Wertesystem und ihre Ziele zu formen. Es ist oft ein Lieblingslehrer, der sie inspiriert.

 

5. Mein Kind wir dort kompetente Lehrer haben und eine gute und solide Ausbildung erhalten

Adventistische Lehrer müssen strenge Vorbereitungsstandards in fachlicher und pädagogischer Hinsicht vorweisen. Sie erhalten ebenso Instruktionen bezüglich Kinder- und Jugendevangelisation. In Anerkennung von dieser einmaligen Funktion, bestellt die Adventgemeinde ihre Lehrer als „Diener der Erziehung“. Sie werden ausgebildet, sehr sensibel gegenüber dem psychologischen Lernklima im Klassenzimmer zu sein, und jedem Kind zu helfen, auf seine oder ihre eigene Weise und Tempo zu lernen. Schüler werden sanft nach vorne geschubst, indem auf ihre Erfolge aufgebaut wird, während sie hohe Anforderungen erreichen. Das ist „Qualitäts-Erziehung“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Fachmänner der Gemeinde haben sorgfältig das Adventist K-12 Curriculum entworfen, um sicherzustellen, dass dies die weltlichen Richtlinien erfüllt bzw. übertrifft. Und dieses beinhaltet die besonderen Ziele von Adventistischer Erziehung, allem voran die Vorbereitung von jungen Menschen auf selbstlosen Dienst für die Menschheit. Heute betrachten viele weltliche Erzieher das adventistische Curriculum als Modell der Ganzheitslehre und als Bereicherung – und ich fühle mich privilegiert, dass meine Kinder darin eingetaucht sind. Adventistische K-12 Lehrer nehmen regelmäßig an fachkundiger Fortbildung in Gemeinde-gesponserten Workshops und berufsbegleitender Fortbildung teil. Es ist angenehm zu wissen, dass die Lehrer meiner Kinder sich für morgen nicht mit den Werkzeugen von gestern vorbereiten.

 

6. Mein Kind wird erlösend diszipliniert

Es ist extrem wichtig für mich als Elternteil, zu wissen, dass wenn mein Kind Patzer macht (was gelegentlich vorkommt), ein liebender christlicher Lehrer ihn oder sie erlösend behandelt und nicht strafend. Der Lehrer wird bemüht sein, meinen Sohn oder meine Tochter über die Fragen reflektieren zu lassen, „Warum habe ich hier das Falsche gewählt?  Wie sollte ich mit einer ähnlichen Situation das nächste Mal umgehen? Was sagt dies über mich selber aus? Welche Prinzipien von Gottes Buch werden mir helfen, aus diesem Fehler zu lernen?“ Das ist erlösende Disziplin. Es ist Gottes Weg, der auf die Agape-Liebe gegründet ist.

Der christliche Lehrer wendet ein disziplinäres Malheur in eine Wachstumserfahrung um, in ein Sprungbrett zu besserem Selbst-Verständnis und Selbst-Management. Christentum einer Schule besteht in der Weise, wie man Schüler behandelt, welche den Regeln zuwiderlaufen. Darum ist es ein Modellieren des Charakters Gottes – eine Vermischung von Gerechtigkeit und Gnade. Disziplinieren bedeutet in Wirklichkeit „Jünger zu machen“ (lateinisch „discipulus“ = Jünger, Schüler), und ich möchte, dass mein Kind eine Schule besucht, wo genau das geschieht.

 

7. Die Campuskultur ist  heilsam

Lasst uns über die gängige Kultur sprechen. Der Einfluss von Medien, Sex, Gewalt-Videospielen, Trinken und Partymachen überschwemmt die Schulen von den Jungen angefangen bis hin zur Universität. Konservative christliche Eltern suchen verzweifelt nach einem sicheren, nicht-giftigen Platz für ihre Kinder – wo Unschuld und Gesundheit geschätzt werden und Ordnung überwiegt. Und lasst uns über Gruppendruck sprechen. Die meisten beunruhigten Eltern verstehen instinktiv, dass die Schüler wahrscheinlich mehr voneinander lernen, wenn es um Werte und Lebensstil geht, als von ihren Lehrern, und dass Schüler-Vorbilder einen enormen Einfluss haben. Gewiss nicht jeder Schüler einer christlichen Schule ist ein moderner Daniel oder eine Esther, aber die Mehrheit der jungen Leute dort geht den aufwärtsführenden Pfad. Unter ihnen sind gewissenhafte ältere Schüler, welche die jüngeren beeinflussen und inspirieren. Welch ein unschätzbares Gut sie sind. Ja, Campuskultur ist eindeutig ein wesentliches Element des Lehrplans. Sie beeinflusst wirklich die jungen Menschen, daher bin ich dankbar, dass unsere Schulen versuchen, diese zur christlichen Charakterentwicklung beizusteuern.

Kurz gesagt, adventistische Schulen geht es um Weisheit (Gottes Weisheit) im Gegensatz zum Erwerb von nur menschlichem Wissen. Das ist es, was ich möchte, dass meine Kinder mitnehmen. Es ist das, was unsere Gemeinde-Familie und Gott für sie ebenfalls möchten. Der weise Mann hat es treffend gesagt: „Anfang der Weisheit ist: Erwirb dir Weisheit, erwirb dir Einsicht mit deinem ganzen Vermögen!“ (Sprüche 4:7) Das ist das Fazit von adventistischer Erziehung. Dafür ist es wert zu kämpfen und wert zu opfern. Sie ist ein Geschenk des Himmels, welches jedes unserer Kinder verdient hat.

George H. Akers