06.04.2017Besuch bei der Feuerwehrwache Dornbirn

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Im Rahmen des Sachkundeunterrichts besuchten unsere Volksschüler die Feuerwehrwache in Dornbirn.

Nicht weit vom Schulgebäude entfernt liegend, konnten wir unser Ausflugsziel bequem zu Fuß erreichen. Herr Linder von der freiwilligen Feuerwehr Dornbirn begrüßte unsere kleine Schultruppe herzlich und nahm sich einen ganzen Vormittag für uns Zeit, damit die Kinder alle Bereiche der Feuerwehr eingehend kennenlernen konnten. Durch die freundliche Art von Herrn Linder waren wir mutig und stellten vieeeeeeele Fragen 😊. 

Bereits im Foyer gab es allerlei Interessantes zu sehen: alte Helme, Eimer und Gerätschaften, ein antiquarischer Pumpenlöschwagen sowie Fotos, welche Einsatzgebiete der Feuerwehr dokumentierten. 

Als nächstes durften wir ins Herzstück der Feuerwehrwache: in die Zentrale. Dort sahen wir Funkgeräte, Telefone, Knöpfe an Schaltpulten, eine riesige Karte, welche die Hydranten in und um Dornbirn auswies und ganz wichtige Ordner. Den Kindern und uns Erwachsenen wurde allein in diesem Raum schon klarer wie umfangreich der Dienst einer Feuerwehr ist. Unterschiedlichste Informationen über Gebäude, Materialien, Löschmöglichkeiten, Fluchtwege etc. müssen registriert, sortiert, regelmäßig überprüft und schnell griffbereit sein. Erstaunlich. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen oder Polizei und Rettung.  

Neugierig erwarteten die Kinder natürlich die Halle mit den Fahrzeugen. Der Weg dahin führte uns durch die Umkleidehalle, in welcher die „Feuerwehrler“ im Falle eines Alarms ihre Metamorphose vollzogen. Alltagskleidung aus, Schutzkleidung an und das in ca. 1Minute. Wow! 

Alicia, unsere zarte Erstklässlerin, und Thiago probierten sogar einmal wie schwer sich so eine Feuerwehrjacke anfühlt und schlüpften mutig hinein. Und der Helm noch oben drauf! Zum Spielen nicht geeignet, aber bei Feuer ein toller Schutz! 

 

In der Fahrzeughalle angekommen, überlegten wir gerade, welches Auto wir genauer ansehen sollten als plötzlich der Alarm tönte. Was war passiert? War das jetzt echt? 

Und tatsächlich: Die Brandmeldeanlage eines Dornbirner Möbelhauses ging an und innerhalb kürzester Zeit konnten wir zusehen wie mehrere Männer zur Umkleide flitzten, um im Handumdrehen mit fertiger Montur wieder herauszukommen, in die Autos zu steigen und loszufahren. So war es uns auch möglich zu beobachten, wie sich die großen – von der Decke hängenden Abgasschläuche – automatisch vom Auspuff abstöpselten. Alles sehr gut durchdacht!! 

Und sehr spannend! Für die Feuerwehrleute an diesem Tag wohl eher nicht. Denn der Alarm stellte sich als Fehlalarm heraus. Umsonst waren die treuen Helfer von ihrer Arbeit weggesprungen. 

Herr Linder erzählte uns, dass dies viele Male im Monat passiert. Aber ein Risiko eingehen und fernbleiben? Das auf keinen Fall!  

So verrichten die Männer der freiwilligen Feuerwehr tagein tagaus ihren wunderbaren Dienst, laufen oftmals umsonst, andere Male setzen sie sich bei Hochwasser oder Feuer (zum Beispiel im Tunnel oder Großbränden) großer Gefahr aus, sehen zum Teil sehr belastende Szenen bei Unfällen etc., müssen sich in hochtechnisierten Materialien und Maschinen auskennen und ständig fortbilden und …das alles unentgeltlich!!! 

Also das hatte ich nicht gewusst! Und, wenn ich immer schon froh war, dass es so was wie eine Feuerwehr gibt, habe ich seit diesem Besuch größte Hochachtung. 

Weiter ging es dann nach draußen – hinter das Gebäude - zum Turm.  Dieser eignet sich gut für Übungen im Training, wie uns Herr Linder erklärte, ist aber vor allem wichtig zum Aufhängen der Schläuche. Nachdem wir aus der Höhe (mit ein bisschen Kribbeln im Bauch) unseren Blick über Dornbirn schweifen ließen, stapften wir alle Stufen wieder hinunter, quer durchs Gebäude und durften bis in den Keller, um dort alles zu inspizieren.  

Jede Menge Schlauchrollen, gut sortiert und eine riesig-lange Schlauchwaschanlage. Herr Linder öffnete ein kleines Tor und wir standen direkt unter dem Turm. Über uns hingen an einer speziellen Vorrichtung die Schläuche zum Trocknen.  

Es gäbe noch vieles zu berichten. Vom Chemieraum, dem Raum zum Testen und Reinigen der Sauerstoffmasken und so weiter…. Zum Ende der Führung lud uns Herr Linder noch zu einem Glas Limonade in den Aufenthaltsraum ein. Durstig waren wir alle. Nach so vielen Informationen. Im Raum konnten wir anhand der Fotos, welche brennende Häuser und die Löschaktion der Feuerwehr zeigten, und des Gehörten erahnen, wie intensiv die Arbeit dieser tapferen Männer und Frauen ist. Neben Feuer gibt es ja noch Sturm- und Wasserschäden zu beheben, Verkehrsunfälle, verirrte Kätzchen von Bäumen zu bergen und vieles, vieles mehr. 

 

Wir bedankten uns recht herzlich bei Herrn Linder für die Zeit, die er sich genommen hatte, um unserer kleinen Gruppe aus der adventistischen Privatschule Elia diese wunderbaren Eindrücke über die professionelle Arbeit der Dornbirner Feuerwehr zu geben. 

Allen fleißigen und mutigen Männern und Frauen der Feuerwehr wünschen wir weiterhin Gottes Segen und Schutz und sagen: Herzlichen Dank!!!! 

 

Anja Kaluza 

Volksschullehrerin der Adventistischen Privatschule Elia 

 

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