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23.11.2014

Thanksgiving kündigt sich an

Wer kennt sie nicht, diese großen Feiertage, welche die Highlights in unserem Alltag darstellen? Weihnachten, Geburtstage, Silvester - oder schauen wir in andere Kulturen: Yom Kippur, Pessach, das Zuckerfest und das Opferfest.

Dies sind nur einige Beispiele für solche Höhepunkte im Jahr. Zwar nimmt der Großteil unserer Gesellschaft an Feierlichkeiten der eigenen Kultur teil, aber sind wir uns dessen noch bewusst, was der eigentliche Sinn dieser Festtage ist/war? Kennen wir deren Ursprung noch?

Jeden letzten Donnerstag im November wird - vor allem in den USA - ein Fest gefeiert, welches für US- Amerikaner von großer Bedeutung ist: Thanksgiving. Ein normales Erntedankfest? Nicht ganz! Die Geschichte dieses Feiertags führt uns zurück ins frühe 17. Jahrhundert. Damals, 1621 legte die “Mayflower”, ein englisches Schiff mit ca. 50 Kolonisten, in der Bucht von Plymouth (Massachusetts) an. Diese Siedler hatten sich entschieden, aufgrund ihrer religiösen Auffassung, England bzw. den Niederlanden den Rücken zu kehren und einen Neustart in Amerika zu wagen. Aufgrund schwerer Stürme und vieler Krankheiten wurde die Überfahrt der Pilgerväter jedoch stark erschwert und sie kamen später und geschwächter als geplant in der neuen Welt an.

Aus ihrer misslichen Lage, ohne Vorräte für den Winter und auch ohne Unterkünfte und Heilmittel zu sein, halfen ihnen die Wampanoag Indianer heraus. Sie klärten die Siedler über die lokale Fauna und Flora auf, teilten Vorräte mit ihnen, gaben ihnen Saatgut für das kommende Jahr und schlossen Freundschaft mit den Ankömmlingen. Ohne diese Hilfe hätte wohl keiner dieser Reisenden den ersten Winter in der neuen Welt überstanden.

Aufgrund dieser besonderen Freundschaft und Hilfsbereitschaft durch die Indianer luden die Kolonisten ihre neuen Freunde zu einem dreitätigen Thanksgivingfest ein. Sie dankten dabei ihren Freunden für die Unterstützung, stärkten das Band dieser neu gewonnenen Beziehungen und gaben Gott Dank dafür, dass er ihnen Essen, Schutz, Freunde und Frieden in der neuen Welt geschenkt hatte.

Im Gedenken an diese besondere Geschichte von Hilfbereitschaft zwischen zwei fremden Kulturen feiern auch wir an der Privatschule Elia Thanksgiving. Am 27.11.14 ist es wieder so weit, zu diesem Anlass haben die Schüler/innen ein Programm einstudiert, bereiten eine Ausstellung vor, kochen Leckereien aus aller Welt und laden Familie, Freunde und Interessierte zum gemeinsamen Danksagen ein.

 

In diesem Sinne: Happy Thanksgiving!

 

Hintergrund zu diesem Fest:
Als die Pilgerväter bei Plymouth Rock in Massachusetts landeten, feierten sie zusammen mit den einheimischen Wampanoag-Indianern im Herbst 1621 ein dreitägiges Erntedankfest. Ohne deren Hilfe hätten sie den folgenden Winter nicht überlebt. Ca. 90 Wampanoag-Indianer und 50 Kolonisten sollen an dieser Feier teilgenommen haben; sie ist aber geschichtlich nicht belegt. Die Indianer sagen, dass ihre Erntedankfeste bereits viele Jahre vorher stattgefunden haben. Der Anfang dieser Feiern ist bisher aber auch noch nicht belegt. Sowohl die Amerikaner als auch die Kanadier führen ihr heutiges Thanksgiving auf dieses Fest zurück. Die Loyalisten brachten das amerikanische Thanksgiving nach dem Unabhängigkeitskrieg nach Kanada.

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